Dilla´s & Eva´s grenzwissenschaftl. & polit. Forum - Konventionelle Archäologie, Anthropologie und Paläonthologie

Verschiedenes

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Gigantische Dschungel-Metropole entdeckt

900 Jahre alte Stadt von riesigen Ausmaße


Die Siedlung um die berühmte Tempelanlage Angkor Wat war offenbar viel größer als bisher bekannt. Forscher haben die Region in Kambodscha jetzt zu Fuß, per Flugzeug und Satellit erfasst - und eine versunkene Anlage von den Ausmaßen New Yorks entdeckt: die wohl größte vorindustrielle Stadt der Welt.

Damit ist "Groß-Angkor" die mit Abstand gewaltigste vorindustrielle Siedlung der Welt, schreiben Evans und seine Kollegen. Selbst die riesigen Städte der Maya nehmen sich dagegen winzig aus: Tikal, die größte bisher genau vermessene unter ihnen, bringt es auf höchstens 150 Quadratkilometer. Ihrer neuen Karte zufolge haben sich in der Gegend von Angkor Wat keineswegs nur verstreute Tempel befunden - sondern eine gewaltige hydraulische Stadt mit einer Fläche von mehr als 1000 Quadratkilometern. Zum Vergleich: New York City ist rund 1200, ohne seine Wasserflächen weniger als 800 Quadratkilometer groß. Berlin hat eine Fläche von knapp 900 Quadratkilometern.

Nähere Informationen ( Quelle ) : Spiegel.de



"Mit Uhren kennen wir
uns nicht aus.
Wir tun die Dinge dann,
wenn wir bereit sind."
(Redewendung der Irokesen)





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Re: Gigantische Dschungel-Metropole entdeckt

Hallo Pegus,

danke für diesen sehr interessanten Beitrag. Schon faszinierend - denke, irgendwann wird man die Menschheitsgeschichte umschreiben müssen, auch wenn viele Wissenschaftler das noch immer nicht wahr haben wollen.

Liebe Grüße,
Eva

Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut (Laotse)
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Apathie ist die größte Gefahr für unsere Zukunft (Jane Goodall)

Dino-Sensation

Dino-Sensation

Forscher präsentieren Skelett von Riesen-Dino



Forscher haben in Argentinien das Skelett einer bislang unbekannten Dinosaurier-Art gefunden. Bei dem rund 33 Meter langen Pflanzenfresser handele es sich um einen der größten Dinosaurier der Welt, erklärten die Wissenschaftler am Montag. Der "Futalognkosaurus dukei" lebte demnach vor rund 88 Millionen Jahren in Patagonien.


Das Skelett des Giganten sei "eines der drei größten Dinosaurier-Fossilien, die je auf der Welt gefunden wurden", sagte der Paläontologe Jorge Calvo vor Journalisten bei der Präsentation am Montag. Der Riesen-Dino gehört demnach zur Familie der Titanosaurier und war 32 bis 34 Meter lang.

Als Namen wählten die Wissenschafter "Futalognkosaurus dukei" - der erste Teil der Bezeichnung kommt aus der Sprache der Ureinwohner Mapuche und bedeutet "riesiger Häuptling der Dinosaurier". Der zweite Teil des Namens soll die Firma Duke Energy Argentina ehren, die die Ausgrabungen am Barreales-See mitfinanziert hatte.

Das Skelett des "Häuptlings" wurde im Februar 2000 gefunden. Es habe zusammen mit Pflanzenfossilien "die Rekonstruktion des Ökosystems der Kreidezeit mit beispielloser Genauigkeit" ermöglicht, schwärmte Calvo.

www.Krone.at





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Re: Gigantische Dschungel-Metropole entdeckt

Hallo Pegus,

Dein Beitrag zeigt erneut, dass wir über frühere Erdgeschichte bzw. über die Saurier nur sehr wenig wissen. Hoffe, dass irgendwann einmal auch Beweise für eine (oder mehrere) Urkultur(en) entdeckt werden.

Liebe Grüße,
Eva

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Tutenchamun zeigt sein "wahres Gesicht"

Mumie enthüllt
Tutenchamun zeigt sein "wahres Gesicht"


Bisher war von ihm vor allem die sagenhafte goldene Totenmaske bekannt. Nun zeigt der ägyptische Pharao Tutenchamun zum ersten Mal sein "wahres Gesicht" öffentlich. Am Sonntag wurde in Tutenchamuns Grab im Tal der Könige nahe Luxor in Ägypten ein ganz moderner "Sarg" enthüllt: Die Mumie des vor 3.500 Jahren gestorbenen Königs kann nun erstmals in einer klimatisierten Spezialvitrine betrachtet werden.




Pharao Tutenchamun hatte abstehende Ohren

Tutenchamun, Sohn des Echnaton, starb mit 19 Jahren. Seine einbalsamierte Leiche überdauerte Jahrtausende in einem goldenen Sarkophag. 1922, vor genau 85 Jahren, entdeckte der britische Archäologe Howard Carter die Grabkammer des Pharao im Tal der Könige und machte damit den spektakulärsten Fund nahe der Pyramiden.

Britischer Entdecker massakrierte Mumie regelrecht
Heute macht Ägyptens Chef-Archäologe Zahi Hawas (Foto) den britischen Entdecker für den "sehr schlechten Zustand" der Mumie verantwortlich. Carter hatte den Sarkophag 1925 geöffnet. Er soll die Totenmaske mit scharfem Werkzeug von der Mumie entfernt und die Überreste des Körpers aufgeschnitten haben, um mehr als 100 Amulette aus dem Inneren der Mumie zu bergen, sagte Hawas. Heute sind Kopf, Beine und Arme der Mumie von Körper abgetrennt.




www.Krone.at



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Stonehenge-Dorf war Steinzeit-Großstadt

ÜBERRASCHENDE FUNDE

Stonehenge-Dorf war Steinzeit-Großstadt

Von Angelika Franz

Eine kürzliche entdeckte Siedlung nahe Stonehenge wird zur archäologischen Sensation. Was Forscher zunächst für ein kleines Handwerkerdorf hielten, erweist sich Nordeuropas größte bekannte Steinzeit-Siedlung.




Archäologen wühlen sich gerne durch Müllhaufen. Denn kaum etwas verrät mehr über das pulsierende Leben als Küchenabfälle und alltäglicher Zivilisationsdreck. "Hier", erklärt Parker Pearson von der Sheffield University anhand eines Ochsenschenkels, "hängen die Knochen noch zusammen. So was passiert nur bei großen Festgelagen. Wenn alle schon satt sind, landet auch mal ein noch essbares Stück Rinderbein auf dem Abfallhaufen." Wer Hunger hat oder seinen Fleischkonsum rationieren muss, lässt nur vereinzelte, gründlich abgenagte Knochen zurück.


AFP
Stonehenge zur Sommersonnenwende: In der Nähe des Monuments haben Forscher die Reste einer steinzeitlichen Großstadt gefunden


Parker Pearson wühlt derzeit durch eine Menge Müll. Durch den Müll einer Großstadt, einer steinzeitlichen Megacity. Zunächst schien Durrington Walls, drei Kilometer vom berühmten Stonehenge entfernt, ein ganz normales Handwerkerdorf zu sein. Zeitlich fällt es mit der Errichtung des großen Steinkreises auf dem Salisbury Plain zusammen, in die Zeit um 2600 bis 2500 vor Christus. Schon lange haben Forscher vermutet, dass in Durrington Walls die Erbauer von Stonehenge gewohnt hatten.

Doch dann entdeckten Parker Pearson und sein Team vom Stonehenge Riverside Project ein Haus nach dem anderen. Inzwischen gehen die Archäologen von mindestens 300 Häusern aus, von denen allerdings erst zehn vollständig ausgegraben sind. "Zu erkennen, wie groß die Siedlung der Stonehenge-Erbauer wirklich war, ist wirklich aufregend", gibt selbst der gestandene Steinzeitexperte Parker Pearson zu.


Mythos Stonehenge: Das Dorf der Sonnenwendanbeter


Parker Pearson rechnet gern. Bei vier Bewohnern pro Haus lebten in Durrington Walls 1200 Menschen. Aber vielleicht waren es auch doppelt so viele Gebäude. Dann hätte Stonehenge City 2400 Einwohner gehabt. "Es ist möglich, dass sich zum einen oder anderen Zeitpunkt sämtliche Bewohner Südenglands hier aufgehalten haben", sagte der Ausgräber. Er glaubt, dass Durrington Walls die größte steinzeitliche Siedlung Nordeuropas war. "Das war für uns völlig überraschend", sagte Pearson zu SPIEGEL ONLINE.

Leben und Tod in Durrington und Stonehenge

Die Grabung liefert zahlreiche neue Erkenntnisse über die Bedeutung und Errichtung der Steinkreise im nahe gelegenen Stonehenge. Parker Pearson glaubt, dass beide Stätten aufs intimste miteinander verbunden waren. "In Durrington hat man das Leben gefeiert und die Toten verabschiedet, sie auf Booten in den Fluss Avon gesetzt und ins Jenseits geschickt", so der Forscher. "Stonehenge dagegen diente zur gleichen Zeit der Erinnerung an die Toten und als Begräbnisstätte einiger auserwählter Menschen. Die Mittelachse von Stonehenge orientiert sich am Sonnenaufgang zur Sommersonnenwende. Die von Durrington am Sonnenuntergang des gleichen Tages."

Wer in Durrington feierte, musste auch arbeiten. Geophysikalische Sondierungen und Probegrabungen haben gezeigt, dass der Graben und äußere Begrenzungswall der Siedlung in einzelnen Abschnitten errichtet wurden, wahrscheinlich von unterschiedlichen Arbeitsteams. In einem der Müllhaufen fanden die Archäologen die Werkzeuge eines solchen Trupps: Geweihe, genutzt als Hacken.

"In einem der Abschnitte haben wir 57 Geweihe gefunden. Macht zwei Arbeiter pro Hacke plus ein kleines Team von Trägern für die Körbe mit Aushub", rechnet Parker vor. "Und natürlich brauchten die auch Leute, die ihnen die Sandwiches schmierten - dann sind wir schon bei einem Minimum von 200 Arbeitern pro Team. Wenn wirklich alle Abschnitte des Walls zur selben Zeit errichtet wurden, dann war das ein Arbeiterheer von Tausenden."

Ein Heer aus Hunderten Arbeitern

Auf Stonehenge übertragen bedeuteten diese Zahlen, dass jeweils Teams von 200 bis 400 Leuten unter der Leitung eines Clanchefs für die Errichtung eines einzelnen Abschnitts der Steinkreise zuständig gewesen seien. Manche Theorien besagen, dass das Monument von freien, gleichberechtigten Männern errichtet worden sei. Doch die Anhänger dieser These muss Parker Pearson enttäuschen. Bei den Ausgrabungen der Häuser sei deutlich geworden, dass es Unterschiede im sozialen Status der Bewohner Durringtons gegeben habe. Parker Pearson spricht sogar von den ersten Hinweisen auf soziale Hierarchien im steinzeitlichen Großbritannien überhaupt. In Ägypten gab es zu genau jener Zeit immerhin Pharaonen und Sklavenheere, die die großen Pyramiden von Gizeh bauten.

Die Leute von Durrington mussten jedenfalls nicht das ganze Jahr hindurch schuften. Davon zeugt die Abwesenheit von Mahlsteinen oder Knochen von Jungtieren in ihren Müllhaufen. "Die Stadt war nur temporär bewohnt", erklärt Parker Pearson. "Die haben hier keine alltäglichen Arbeiten wie das Mahlen von Getreide oder die Aufzucht von Schlachtvieh verrichtet. Das alles wurde von Außen hierher gebracht."

Offenbar habe in Durrington und Stonehenge nur zeitweise Hochbetrieb geherrscht. "Die Menschen kamen aus dem umliegenden Flachland wie zu einem Festival", glaubt der Archäologe. Fünf solcher "zeremoniellen Zentren" seien in England bekannt, manche von ihnen seien schon 1000 Jahre vor der Erschaffung von Stonehenge Besuchermagneten gewesen.

War Stonehenge schon in der Bronzezeit angelangt?

Außer Mahlsteinen und Jungtierknochen suchten die Archäologen noch eine weitere Artefakt-Sorte vergeblich: Stein- oder Flintwerkzeuge. Immerhin handelt es sich um eine steinzeitliche Siedlung, der Name sollte Programm sein. Einer der aufregendsten Funde von Durrington ist in diesem Zusammenhang ein Stück Kreide. Darauf glaubt Parker Pearson den Abdruck einer Bronzeaxt zu erkennen. Zwar wurde auf dem europäischen Festland bereits seit etwa 3000 vor Christus das Gras mit Sicheln aus Bronze gemäht. Aus Großbritannien sind Bronzefunde allerdings bislang erst von 2400 vor Christus an bekannt.

Sollte sich die Theorie bestätigen, dass die Erbauer von Stonehenge mit Bronzewerkzeugen gearbeitet haben, wäre der Übergang von der Stein- zur Bronzezeit für die Region ein gutes Stück vorzudatieren.


@spiegel.online.de 7.11.07



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Re: Gigantische Dschungel-Metropole entdeckt

Hallo Pegus,

sehr interessant. Wahrscheinlich war auch die Steinzeit etwas anders, als wir meinen. Und das mit dem Vordatieren muss immer häufiger gemacht werden. Irgendwann wird die Wahrheit über unsere Vorgeschichte wohl endgültig ans Licht kommen.

Liebe Grüße,
Eva

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Sensationsfund - Älteste bekannte Büste von Cäsar entdeckt

Sensationsfund

Älteste bekannte Büste von Cäsar entdeckt


In der Nähe von Arles haben französische Unterwasserarchäologen in der Rhone eine lebensgroße Büste von Julius Cäsar gefunden. Bei der Marmorbüste handelt es sich um die älteste bekannte Darstellung des römischen Feldherrn, bestätigte das französische Kulturministerium am Mittwoch in Paris.


Nach Angaben des Ministeriums stammt die Büste aus dem Jahr 46 vor Christus, dem Jahr, in dem Cäsar die Römersiedlung gegründet hat. Die Büste zeigt den Kaiser in seinen späten Lebensjahren. Selbst in Rom hat man nie ein Abbild von Cäsar aus seinen Lebzeiten gefunden", sagte der französische Wissenschaftler Luc Long, der die Grabungen in der Rhone in Arles leitet. Bisher seien 20 bis 25 Abbilder des römischen Feldherren bekanntgewesen, aber sie seien alle nach Cäsars Tod entstanden.

"Ich habe ihn sofort erkannt"

Long bezeichnete das Cäsar-Abbild als "Teil des Weltkulturerbes". Er nehme an, "dass die Büste in den Fluss geworfen wurde, nachdem Cäsar ermordet worden war. Es wäre damals nicht gut gewesen, als ein Anhänger von ihm zu gelten." Die Büste von Cäsar sei bis auf die abgebrochene Nase gut erhalten, sagte Long. "Ich habe ihn sofort erkannt." Neben der Cäsar-Büste haben die Forscher der französischen Unterwasser-Archäologiebehörde (DRASSM) etwa hundert weitere Gegenstände im Flussbett der Rhone entdeckt.

Weitere Tauchgänge geplant

Auch eine 1,80 Meter hohe Neptun-Statue befreiten die Forscher aus der Rhone. Sie ist ebenfalls aus Marmor und soll aus dem 3. Jahrhundert nach Christus stammen. Zu den außergewöhnlichen Funden gehört auch eine rund 70 Zentimeter hohe Bronzestatue. Sie stellt den aus Phrygien stammenden Satyr Marsyas mit auf dem Rücken gefesselten Händen dar und soll hellenistisch-griechischen Ursprungs sein. Michel l'Hour, Chef der DRASSM, ist davon überzeugt, dass noch weitere Funde zu erwarten sind. Neue Tauchgänge sind bereits für den Sommer geplant.


https://www.krone.at/krone/S25/object_id__101049/hxcms/index.html





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Re: Gigantische Dschungel-Metropole entdeckt

Hallo Pegus,

sehr interessante Funde die hier gemacht wurden. Noch interessanter als die Caesarstatue finde ich den Fund der Neptun-Statue, welche aus dem 3. Jh. nach Christi stammen soll. Sie gibt Aufschluss darüber wie lange noch die alten römischen Götter verehrt wurden.

Liebe Grüße,
Eva

Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht übersteigt, erst dann wird die Welt endlich wissen, was Frieden heisst. (Jimi Hendrix, Musiker, (1942-1970))
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Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluß vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, daß man Geld nicht essen kann. (Weisheit der Cree-Indianer)

2.300 Jahre alter Papyrustext gefunden

Hallo Eva, die letzten Monate, der Funde, (wie schon erwähnt) seh ich nicht als Zufall...LG. Pegus

Älteste Handschrift
2.300 Jahre alter Papyrustext gefunden


Ein bisher unbekannter, rund 2.300 Jahre alter ägyptischer Papyrustext ist in der archäologischen Sammlung der Universität Halle entdeckt worden. "Es handelt sich dabei um die weltweit älteste Handschrift aus einem ägyptischen Lexikon. Die bisherigen lexikalischen Papyrustexte sind rund 300 Jahre jünger", sagt der Entdecker und Direktor des Ägyptologischen Instituts (Leipzig), Hans-W. Fischer-Elfert. Der Text wurde erstmals zur Halleschen Museumsnacht am Samstagabend gezeigt und ist vorerst nur noch an den kommenden beiden Donnerstagen zu sehen. Dann muss er wieder lichtgeschützt verwahrt werden.



Die Handschrift - es sind drei sogenannte Kolumnen - wurde auf der Rückseite einer Seite aus einem antiken Totenbuch entdeckt. Darin werden die Stätten der Unterwelt, die der Verstorbene ungehindert passieren möchte, aufgezählt und als kleine Zeichnungen abgebildet.

"Interessant ist, dass der Lexikontext auf der Rückseite inhaltlich nichts mit dem Totenbuch zu tun hat", sagt Fischer-Elfert. Der unbekannte Schreiber ordnet Edelmetalle, Mineralien, Bäume und Tiere speziellen altägyptischen Gottheiten zu. Beispielsweise heißt es: "Was das Gold angeht: Das ist der Leib des (Sonnengottes) Re. Was den Lapislazuli angeht: Das ist der Kopfputz/Haar des Re. Was die Zeder angeht: Das ist Osiris. Ibis (ein Wasservogel): Das ist Thot."

In kursiven Hieroglyphen verfasst
"Wir wissen jetzt, dass die Zuordnungen der belebten und der unbelebten Natur zu Gottheiten in der Religion der Ägypter eine viel ältere Tradition hat, als wir bislang angenommen haben", sagt Fischer-Elfert. Die Text wurde in kursiven Hieroglyphen, der Schreibschrift der alten Ägypter, mit roter und schwarzer Tinte abgefasst. Die Tinte besteht aus einer Mischung aus Ruß und Leim.

"Der Papyrus stammt aus der Privatsammlung des Pfarrers Julius Kurth (1870-1949)", sagt der Leiter des Archäologischen Museums der Universität Halle, Privatdozent Stefan Lehmann. "Die Entdeckung gelang im Zuge des Papyrusprojektes der Universitäten Halle, Jena und Leipzig." Bei dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (Bonn) geförderten Projekt geht es um die systematische Aufarbeitung und Digitalisierung der Papyrussammlungen.

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Taucher finden Zahnstocher aus Gold

Sensationsfund

Taucher finden Zahnstocher aus Gold


Taucher haben vor der Inselkette der Florida Keys eine winzige Mischung aus Zahnstocher und Ohrstäbchen gefunden. Das Besondere daran: Das mehr als 385 Jahre alte "Körperpflege- Set" ist aus Gold und wiegt nicht mehr als 30 Gramm. Die Forscher waren bei der Suche nach Artefakten aus einem Schiffswrack knapp 600 Meter unter der Wasseroberflä che auf das zierliche Stück im Wert von 100.000 Dollar gestoßen.


Die Unterwasserforscher des US-amerikanischen Blue-Water-Ventures -Teams folgen seit Monaten der Spur des 1622 aufgrund eines Hurrikans gesunkenen Schiffs "Santa Margarita". So wurden neben dem Sensationsfund aus Gold auch schon Keramikfiguren, Bolzen, Schiffsmöbel, Segel und zwei Hauptschlüssel des spanischen Segelschiffs entdeckt.

Die Suche nach "Schätzen", die das Schiff auf dem Weg zum Meeresgrund verloren hatte, begann schon vor mehr als 25 Jahren durch den Schatzsucher Mel Fisher. Heute arbeitet die Gruppe der Blue-Water-Ventures mit einer im Besitz der Fisher-Familie befindlichen Firma zusammen.

Schon vor einem Jahr Goldschatz gefunden
Schon vor einem Jahr haben Taucher im Umkreis der "Santa Margarita" Goldbarren, Goldketten und eine Kiste mit Perlen gefunden, alles zusammen mit einem Wert von mehr als zwei Millionen Dollar.


https://www.krone.at





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Re: Gigantische Dschungel-Metropole entdeckt

Hallo Pegus,

sehr interessante Funde, vor allem der Papyrus, weil schon wieder etwas zurückdatiert werden muss...

Ob diese Funde Zufall sind kann ich nicht beurteilen aber auffällig ist es schon, wieviel jetzt entdeckt wird. Könnte aber auch mit dem technischen Fortschritt zusammenhängen.

Liebe Grüße,
Eva

Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht übersteigt, erst dann wird die Welt endlich wissen, was Frieden heisst. (Jimi Hendrix, Musiker, (1942-1970))
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