"Das erzählen Sie mir doch bloß so!", schrie Sylvester, und am liebsten wäre er auch noch auf Snape losgegangen, aber er beherrschte sich mit Mühe. Allerdings... William hatte etwas mit Sylvers Freund gemacht, also warum sollte nicht auch Williams Freund für ihn leiden... Die Idee gefiel Sylvester, und er vergaß, dass Snape es gewesen war, der sich um ihn gekümmert hatte, damals als er erfahren hatte dass sein Vater schwul war, und heute, als er weinend auf dem Sofa gesessen hatte. Er wollte, dass William litt wie er leiden musste. Er packte Snape an der Robe, so völlig unerwartet, dass weder Lupin noch Snape reagieren konnten, und holte aus. Seine Augen waren weit aufgerissen, seine Kiefer aufeinandergepresst, und er hatte die Lippen leicht auseinandergezogen, als würde er knurren. Er zögerte. Und eine Sekunde später war auch schon Lupin bei ihnen und warf sich förmlich zwischen sie, und zu allem Überfluss bekamen sie in dem Moment auch noch Gesellschaft. "Da ist er!", sagte William unendlich erleichtert. "Oh, Gottseidank!"
Re: Astronomieturm
Severus erschrak, als Sylvester ihn plötzlich packte, Er merkte was für Kräfte der Junge hatte udn er bereitete sich inerlich auf einen sehr harten Schlag vor. Aber dazu kam es nicht. Kuru bevor Sylvester zuschlagen konnte, hörte er plötzlich Williams Stimme udn alle Köpfe wandten sich zu ihm um.
Cain wich einen Schritt zurück als er William sah. Er hatte sich sosehr verändert innerhalb dieser einen Stunde. Und es kam nicht nur davon, dass er sich die Haare abrasiert hatte. Irgendetwas in seinem Wesen war anders geworden. Sein Blick seine HAltung, seine ... Aura. Sie war düsterer geworden. Cain hatte nicht erwartete, wie tief ihn das treffen würde. Es gab ihm einen Stich ganz tief in der Brust. Für eine Sekunde hatte er den Impuls zu Sylver zu rennen, ihn an sich zu reißen und ihm zu beteuern, dass alles wieder gut werden würde. Dass er ihn nie mehr verlassen würde. Aber wie oft hatte er das schon gesagt? Genauso oft, wie er es gebrochen hatte. Also blieb er einfach nur stehen und starrte seinen Blutsbruder an. Gott, was hatte er ihm angetan?
Re: Astronomieturm
William brauchte in seiner Erleichterung einen Moment, um zu bemerken, wie sehr Sylvester sich verändert hatte. Es war ja nicht so, dass er seinen Sohn so nicht gekannt hätte - bis auf die Glatze - aber es erschrak ihn, wie schnell das zurückgekehrt war. In letzter Zeit war Sylvester ein... ja, er war eigentlich ein richtig lieber Junge geworden. Und so schnell hatte er das zerstört. Er fühlte sich schrecklich, und am allerliebsten hätte er Sylvester an sich gedrückt und ihm geschworen, dass er ihn nie mehr vernachlässigen würde, dass er nur noch für ihn dasein würde, wann immer er das wollte... Dann erst begriff er die Szene im Zusammenhang. Sylvester war gerade drauf und dran gewesen, Severus eine reinzuhauen, bevor sie gekommen waren, und so standen sie immer noch da, Sylvester mit erhobener Faust, Severus in seinem eisernen Griff, und Will trat rasch vor und hob die Hände. "Sylvester, tu das nicht!" Sylvesters Gesicht verzog sich zu einem sehr humorlosen Grinsen, das aber sehr schnell wieder verschwand. Dafür schienen seine Augen Funken zu sprühen. "In Sorge um deinen 'Freund'... William?" Mit Genugtuung sah er, wie Will das Gesicht leicht verzog. Sylver hatte ihn nie William genannt. "Wir sind hier, um uns zu entschuldigen", sagte Will heiser, und er streckte einen Arm nach Cain aus und zog ihn mit sich vor. Sylvester ließ Severus los und gab ihm einen Schubs, dass er nach vorne stolperte. William fing ihn auf, und Sylver trat zurück, bis an den Rand des Turms. "Ich will eure Entschuldigung nicht", sagte er mit leiser, aber gefährlicher Stimme.
Re: Astronomieturm
Severus war froh, dass William ihn jetzt festhielt statt Sylvester, aber ihre Situation hatte sich verschlechtert. Verdammt, er hatte gewusst, dass es keine gute Idee war, wenn William jetzt mit Sylvester redete. Der Junge war viel zu außer sich. Und William war sicher auch noch aufgewühlt. Aber jetzt war es zu spät. Mit Schrecken bemerkte er, wie Sylvester weiter auf den Abgrund zuging.
Cain war leichnblass geworden. Er wollte weg hier. Aber das schlimme war, dass er mit Sylver weg wollte. Eben noch hatte er wirklich geglaubt, dass er darüber hinweg war. Dass alles so war wie früher, dass er keine Gefühle mehr hatte. Aber das stimmte nicht. Sonst würde es nicht so eine graueenhafte Angst in ihm auslösen, dass Sylvester so nah am Rand des Turmes stand. 'Wenn er spring folge ich ihm' dachte er fest entschlossen.
Re: Astronomieturm
Sylvester starrte die ganze Truppe an, die vor der Tür herumstand und ihn ansah. Er hasste es. Und sie versperrten ihm den Weg. Er sah hinter sich den Turm hinab und ihm blieb nicht verborgen, wie sich dabei Angst in diese Gesichter schlich. Am liebsten wäre er runtergesprungen, nur um ihnen einen gehörigen Schrecken einzujagen, aber so blöd war er auch wieder nicht. "Keine Angst, so schnell werdet ihr mich nicht los!", sagte er wütend. Es trieb ihn zur Weißglut wie Cain einfach nur dastand und nichts sagte. William hatte gesagt, dass sie sich entschuldigen wollten, und auch wenn er sie angeschrien hatte dass er das nicht wollte, wollte er es doch. Er fand, er hatte eine Entschuldigung verdient, und er wollte ihre dummen Gesichter sehen, wenn er sie danach unangespitzt in den Boden rammte. Nie würde er ihnen vergeben. Nie. Lupin trat wieder vor, und Sylvester warf ihm einen brennenden Blick zu. Er wollte nichts mehr von ihm hören, sie waren doch allesamt so scheinheilig. Er würde keinem mehr vertrauen, auf keinen mehr hören, außer sich selbst. "Sylvester, Ihr Vater und Ihr Freund wollen sich...", setzte Lupin an. Sylvester schnitt ihm laut das Wort ab. "Er ist nicht mein Freund!", schrie er. "Und er war nie mein Freund! Ich hasse ihn! Und William auch!" Will spürte, wie seine Augen wieder brannten. "Sylvester, das kannst du doch nicht meinen..." "Ich meine es aber so!", brüllte Sylvester ihn an. "Und fang bloß nicht an zu heulen!" Sonst würde er auch heulen, und diese Blöße wollte er sich nicht geben. Nicht vor ihnen.
Re: Astronomieturm
Er hasst mich, er hasst mich, er hasst mich dröhnte es in Cains Kopf wider. Natürlich hasste Sylver ihn jetzt. Aber,d ass er sagte, dass er nie sein Freund gewesen war .... Hilflos ließ er die Arme hängen. Eigentlich musste er ihm Recht geben. Wenn es jetzt so endete, dann war zwischen ihnen nie wirklich irgendwas gewesen. Dann war alles Lüge und schwindelei gewesen. Und er war Schuld daran. Er. Nicht Sylver. Vieleicht wäre Sylver wirklich bei ihm geblieben. Vielleicht hatte er es wirklich ernst gemeint. Aber er hatte es zerstört, wie er alles in seinem Leben zerstörte. Genau wie sein Vater. Er war SChuld daran, dass Sylver jetzt alleine dort stand, mit diesem Ausdruck in den Augen, als wäre er von allen verlassen, völlig alleine. Er hielt es nicht mehr aus. Er konnte ihn ncit mehr ansehen. Es war als würde er einen Baum betrachten, den er gefällt hatte ... einen Löwen den er erlegt hatte ... ein Kunstwerk, das er zerstört hatte. "Sylver. Es tut mir leid, dass ich dir deinen Vater weggenommen habe" sagte er mit einer so erstickten Stimme, dass er daran zweifelte, dass Sylver es gehört hatte. Dann drehte er sich um und rannte.
Re: Astronomieturm
Als Cain einfach so wegrannte, kam Sylvester der Abgrund hinter sich plötzlich sehr, sehr einladend vor. Aber kaum sah er hinter, trat Lupin auch schon wieder einen Schritt vor. Der Bastard passte auf wie ein Schießhund. Und außerdem sah er, wie seinem Vater wirklich die Tränen kamen, und er musste sich sehr, sehr zurückhalten um sich nicht gehen zu lassen. Hinter seinen Augen drückte es schon. Er musste weg hier. "Ich hasse euch alle", zischte er, bevor er vorschoss, Will und Snape aus dem Weg schubste und die Tür hinter sich zuknallte.
Will sah ihm nach, und einen Moment wollte er ihm nachrennen, aber seine Beine hätten nicht mehr mitgemacht. Sie gaben bereits unter ihm nach, und er sank auf die Knie und krümmte sich zusammen. Er legte die Hände auf sein Gesicht und heulte los. Er würde nichts anderes mehr machen, bis sein Sylvester wieder zu ihm zurückkommen würde.
Re: Astronomieturm
Ohne nachzudenken kniete Severus neben ihm nieder und nahm ihn in die Arme. Er vergaß völlig, dass Remus noch da war. "Du bist ihm nicht gleichgältig" flüsterte er. "Egal was er sagt. Ich habe in seine Augen gesehen. Er msuste auch die Tränen zurückhalten als er gesehen hat, wie es dir ging. Lass ihm einfach ein wenig Zeit. Er hat gesehen, wie wichtig er dir ist." Er drückte Williams zitternden Körper an sich. Immer noch empfand er keine Eifersucht, weil William mit Cain geschlafen hatte. Sogar der Junge tat ihm leid. Ein Gefühl, dass ihm nicht unbedingt vertraut war. Aber er selbst wusste, dass William trotz allem ihn liebte. Für Cain hingegen war jetzt alles zerstört woran er sich festgehalten hatte. Auch wenn er den Jungen nie gemocht hatte: Das hatte er ihm nciht gewünscht. Was wenn er jetzt so wurde wie sein Vater? Willaim immer noch an sich drückend sah er zu Remus auf. "Was jetzt?" flüsterte er.
Re: Astronomieturm
William bezweifelte ernsthaft, dass Sylvester nur ansatzweise begreifen hatte können, wie viel er ihm bedeutete. Und er konnte es ihm nicht einmal verübeln. Besonders oft gezeigt hatte er es ihm ja nicht. Er wünschte so sehr, er könnte alles rückgängig machen. Diese ganze dumme Sache, und wenn er schon dabei war, sein ganzes Leben bis zu dem Punkt an dem er Sylvester das erste Mal im Arm gehalten hatte. Und dann würde er alles anders machen. Aber auch alles.
Lupin sah auf die beiden herab, und in diesem Moment tat ihm William furchtbar leid. Vielleicht hatte er ihm Unrecht getan, zumindest was seinen Sohn betraf. Ganz offensichtlich war er doch zu Gefühlen fähig, und zu was für welchen, und Lupin bekam ein wenig ein schlechtes Gewissen, als er daran dachte wie er William fertig gemacht hatte. Wenn er gewusst hätte... "Zuerst sollten wir reingehen", sagte er sanft. "Es ist kalt." Er hielt die Türe auf, und Severus und William, der immer noch laut vor sich hinschluchzte, folgten ihm ins Innere des Schlosses. Lupin runzelte leicht die Stirn. "Wir sollten Sylvester jetzt nicht länger bedrängen. Wir sollten ihm wirklich Zeit lassen, bis er von selbst auf einen von uns zugeht - hoffentlich auf Sie", sagte er, und er klang dabei ein ganz kleines bisschen zerknirscht und strich Will mit einer Hand über den Arm. Dann sah er Severus an. "Kommt ihr zurecht?"