Naid2Xo Fan Projekt - Konzerte

Mannheimer Magneten

Mannheimer Magneten

Mannheimer Magneten
POP: Naidoo und Co. ziehen mit Abstand die meisten Zuschauer zum "Festival unter den Burgen"

Von unserem Redaktionsmitglied Jörg-Peter Klotz


Es ist genau zehn Jahre her, dass Xavier Naidoo den Plan schmiedete, eines Tages eine Band namens Söhne Mannheims in die Welt zu schicken. 1995 konnte sich außer dem zu Visionen neigenden Sänger wohl noch niemand vorstellen, dass diese Gruppe mal zum erfolgreichsten Pop-Act Deutschlands werden würde und bei einem mehrtägigen Festival fast doppelt so viele Besucher anlockt wie die Größen Joe Cocker, Marianne Rosenberg oder Wir sind Helden. Zusammen, wohlgemerkt.

Stolze 12 000 Zuschauer füllen beim ausverkauften Abschlusskonzert des "Festivals unter den Burgen" das Weinheimer Sepp-Herberger-Stadion. Sie lassen die Vorstellung von Maya Saban im Vorprogramm geduldig über sich ergehen und fühlen beim traditionellen ersten Stück der Söhne "Can You Feel It?" erst mal ihre Ohren klingeln - die Akustik des Sportplatzes mit nur einer Tribüne lässt anfangs zu wünschen übrig.

Danach schaut Naidoo in das kleine Rund mit dem hübschen Panorama-Blick auf die Bergstraße. "Unglaublich, was sich hier für ein Bild bietet", staunt der Söhne-Frontmann. "Ich muss mich erst mal setzen." Gesetzt beginnt dann auch der nächste Song "Im Interesse unserer Gemeinschaft", der dann gewaltig Fahrt aufnimmt und den Boden für druckvollere Nummern wie das länger nicht gehörte "Ihr wisst nicht, wo der Himmel ist" (mit eindrucksvollem Krautrock-Solo von Keyboarder Florian Sitzmann) oder "König der Könige" bereitet.

Ohne die Farbuniformierung, die auf und vor der Bühne bei den bisherigen Tourneen zum "Noiz"-Album die Stimmung abrundeten, verliert das Konzert optisch etwas an Wucht. Dafür haben sich der musikalische Direktor der Söhne, Michael Herberger, und seine Instrumentalisten einige Nettigkeiten einfallen lassen, die man so noch nie (oder lange nicht mehr) gehört hat: Die Gospel-Hip-Hop-Ballade "Peace geht raus" ist mal wieder im Programm, Kosho macht die Gitarre immer wieder zum Vehikel seines Einfallsreichtums, die Ballade "Jah Is Changing All" bekommt zum Schluss eine keltische Klangkomponente verpasst, und obwohl es um die Unplugged-Version von "Vielleicht" schade ist, entwickelt die "normale" Fassung fast die gleiche Wirkung. 15 Monate nach ihrem Live-Comeback sind die Söhne Mannheims wieder das fein austarierte musikalische Kraftwerk von früher, bei dem sich Kreativität und Ordnung die Waage halten. Gut, dass sie jetzt weitermachen, statt während Naidoos Solo-Phase zu pausieren. Nach "Volle Kraft voraus", zu dem Rolf Stahlhofen dazustößt, schleicht sich die Band fast unbemerkt an die Schlussverbeugung heran - und auch wenn die Weinheimer Mannheims Söhne erst sechs Songs später in die Nacht entlassen, ist das ein Beleg dafür, dass man auf einem zugigen Fußballplatz die Stimmung nur auf die Spitze treiben kann, wenn man Bayern München aus dem DFB-Pokal kegelt.

© Mannheimer Morgen - 25.08.2005







Quelle: www.morgenweb.de



"die Mundart is en geile Beat, wie Dynamit so explosiv..." (Christian "Chako" Habekost - "2 Mann und Xavier Naidoo")

Re: Mannheimer Magneten

@malgo
da besteht große hoffnung (HOFFNUNG) für mindestens einen deiner wunschlieder... :-)

Re: Mannheimer Magneten

...grösser als das Meeeeeeeeer ;-)
Ich auch Peace geht raus hören will!!!

Re: Mannheimer Magneten

ich auch! "und ihr wisst nicht wo der himmel ist" auch will! wie gesagt die playlist von weinheim isch gut sehr sehr gut :-)))

Re: Mannheimer Magneten

ohja!peace geht raus muss dabei sein am samstag...habsch au noch nie live gehört....