Re: Bekommt das Westfalenstadion bald einen neuen Namen?
ALLES BLEIBT WIE ES IST ! ! !
Niebaum: "Ich habe derzeit nicht die Absicht,
den Namen unseres Stadions zu vermarkten"
[4.12.] Präsident Dr. Gerd Niebaum sieht derzeit keine Notwendigkeit, den Namen des Dortmunder Westfalenstadions zu Gunsten eines Sponsors zu ändern. Ferner verweist der Präsident darauf, dass die Vermarktungsmöglichkeiten der Liga hinsichtlich des Fernsehens noch längst nicht ausgereizt seien. Plänen, wonach die Liga ihr Produkt durch einen eigenen Fernsehsender vermarkten könnte, wenn Premiere nicht als adäquater Partner gewonnen werden kann, steht der Präsident des BVB sehr offen gegenüber.
Erwartet Erfolge: Präsident Dr. Gerd Niebaum.
Herr Dr. Niebaum, zunächst zum Sportlichen. Um den Kontakt zur Ligaspitze zu halten, benötigt der BVB einen Sieg am Samstag über Hertha BSC Berlin. Die Berliner verkündeten vor wenigen Minuten einen Wechsel bei der sportlichen Leitung. Das macht die Aufgabe sicherlich nicht einfacher.
Herr Dr. Niebaum: "Wir haben in der letzten Zeit einige Spiele verloren und müssen in der Tat unbedingt in die Erfolgsspur zurückkehren. Wir haben allerdings auch allen Anlass, zuversichtlich zu sein, weil wir gemeinsam mit Leverkusen das heimstärkste Team der Liga sind. Und das wollen wir auch bleiben. Dazu benötigen wir einen Erfolg über Hertha BSC. Das wird allerdings nicht einfach. Hertha musste gestern eine hohe Niederlage einstecken. Solche Resultate eines kommenden Gegners schmecken mir überhaupt nicht. Auch die Konsequenz der Berliner, eine personelle Änderung in der sportlichen Leitung vorzunehmen, setzt oft zusätzliche Kräfte frei. Doch auch damit haben wir Erfahrung. Auch der HSV wechselte unmittelbar vor dem Spiel gegen uns den Coach, und wir punkteten trotzdem. Wir müssen jetzt hier im eigenen Stadion die Rezepte anwenden, die uns erfolgreich sein ließen. Schaut man auf die Tabelle, wird klar, dass es einen gewissen Abstand zu den führenden Teams gibt. Der darf sich auf keinen Fall vergrößern. Da die ersten Vier an den kommenden Spieltagen noch gegeneinander antreten, besteht sogar die Chance, die Punktedifferenz, einen eigenen Erfolg vorausgesetzt, zu verringern."
Will dem Westfalenstadion derzeit keinen neuen Namen geben: Dr. Gerd Niebaum.
Am vergangenen Dientag hieß das Westfalenstadion für einen Abend Ali-Sami-Yen-Stadion. Dieser Name schwebt Ihnen ganz gewiss nicht vor, wenn Sie an eine Umbenennung denken. Wird es denn überhaupt eine Namensänderung geben?
Herr Dr. Niebaum: "Das Presseecho der vergangenen Tage hinsichtlich einer Vermarktung des Stadionnamens hat mich gewundert. Ich habe vor Mitgliedern und Aktionären lediglich auf Nachfrage erklärt, dass ich es nicht ausschließen kann, wie so vieles nicht auszuschließen ist, dass man vielleicht irgendwann den Namen ändern könnte. Im Augenblick besteht allerdings keinerlei Handlungsbedarf. Daraufhin wurde mir von den Lokalzeitungen unterstellt, dass ich die Absicht habe, den Namen zu ändern. Es wurden Umfrage gestartet, viele Leute gaben ihre Meinung kund. Nur bei mir hat Keiner nachgefragt. Es wurde schon davon geschrieben, dass Borussia Dortmund seinen Stolz verkauft. Da wurde eine Diskussion losgetreten über Eier, die noch gar nicht gelegt sind. Das war für mich sehr interessant. Ich konnte das Ganze ja nun nicht richtig stellen, weil mich keiner gefragt hat. Und mich als Gesprächspartner aufzudrängen, ist nicht meine Art."
Bei der Aktionärsversammlung sprachen Sie von Plänen, ein ligaeigenes Pay-TV aufzubauen. Könnten Sie den Stand der Dinge erläutern?
Herr Dr. Niebaum: "Ich glaube, dass das Pay-TV und damit auch Premiere ein wachsender Wirtschaftszweig ist. Und ich finde, dass der Bundesligafußball ein Hauptbestandteil dieses Zweiges ist und daher das Recht hat, an der wachsenden Abonnentenzahl teilzuhaben. Ich denke, ich spreche für viele in der Liga, wenn ich behaupte, dass unser Produkt mit der vereinbarten Summe von 150 Millionen Euro nicht zufriedenstellend bezahlt wird. Und daher gibt es Überlegungen, vorausgesetzt es wird zum Ablauf des Vertrages kein beiderseitig zufriedenstellender Konsens gefunden, gemeinsam mit Finanz-Investoren, einen eigenen Fußballsender zu eröffnen. Der Vertrag mit Premiere läuft noch zwei Jahre. Man sollte möglichst schnell mit Planungen beginnen, es sei denn, Premiere ist bereit, die Zahlungen erheblich anzupassen. Nach meinen Vorstellungen müsste eine 2 davorstehen."
Wäre Sie auch für eine Veränderung der Produktdarstellung?
Herr Dr. Niebaum: "Nein, das Produkt, das Premiere verkauft, ist völlig in Ordnung. Daran gibt es überhaupt nichts zu beanstanden. Durch den Stand der Technik würde man das aber auch mit einem eigenen Bundesligasender hinkriegen." Aufgezeichnet von Corinna Höptner
Schreibfehler sind gewollt und eine persönliche Note des Verfassers.
www.vadrup.com
Bis dann Johannes - NUR DER BVB!!! Olé olé!!!