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Fortpflanzungsverweigerung - Privatsache oder allgemeines Probem?

Re: Fortpflanzungsverweigerung - Privatsache oder allgemeines Probem?

Ich meine, die Entscheidung, ein Kind zu bekommen. Das ist ja nun wirklich zumeist eine Willensentscheidung.

Und dann gehen sie Hand in Hand in die Abtreibungsklinik, sofern die Pille danach (oder davor) nicht wirkte: es eght nicht ums ******, sonden um das Kinder machen und bekommen.


Traurig, aber sicher wahr.

Ohoho...Ja, das ist es nicht: Es geht um Fortpflanzungsverzicht. Das gegenteil dazu wäre kein Rudelbums, sondern Fortpflanzungsbejahung.

Korrekt?

Du polemisierst...warum?

Fortpflanzungneurose.....



Re: Fortpflanzungsverweigerung - Privatsache oder allgemeines Probem?

jetzt kommen wir der Sache näher. Für dich ist eine Willensentscheidung ein Verstandesakt. Also die Bejahung des Lebens basiert deiner Meinung nach nicht als eine Herzenssache, sondern ist emotionslos auf einer intellektuellen Leistung entschieden. Mit Verlaub aber neurotischer geht es nicht mehr. Den homo rationale gibt es nicht, noch kommt man in der Verwirklichung des Menschseins dadurch voran, wenn man nur auf seinen Verstand baut und den Menschen auf ein intellektuell operierendes mathematisches binär aufgebautes Konstrukt reduziert. Prinzipiell muß niemand sich dafür rechtfertigen, ein Kind in die Welt gesetzt zu haben und damit geht auch einher, daß man sich auch nicht dafür rechtfertigen muß, ein Kind nicht in die Welt zu setzen. Also in dem Sinne gibt es den Fortpflanzungsverweigerer nicht. Es gibt nur den Fortpflanzungsverzicht.

Quatsch - viel mehr hab ich jetzt den Eindruck, daß du Emotionalität als etwas dem Verstand unterlegenes und somit minderwertiges ansiehst und das nicht mal merkst und das der Grund ist, warum Du die Ironie nicht bemerkt hast.

Fortpflanzungsverzicht ist nicht gleich Fortpflanzungsverweigerung. Ansonsten wäre Bumsen mit Verhütung schon Fortpflanzungsverweigerung. Man kann natürlich es prinzipiell so sehen, daß die Bejahung des Lebens im Liebesakt nicht durch Verhütung behindert werden darf. Aber das ist ein eher religiös intendierte Auffassung und schon deswegen dem Individuum selbst zugehörig und nicht als kollektives Dogma der Gesellschaft aufzwingbar. Die Bejahung des Lebens ist in der Konsequenz von der Weltanschauung geleitet und wenn man die Weltanschauung diktieren will, dann haben wir den Faschismus ob links oder rechts lackiert...

weil das ganze absurd und paradox ist und sich daher nicht logisch lösen läßt.




don't worry be happy

Re: Fortpflanzungsverweigerung - Privatsache oder allgemeines Probem?

Nein, weil ich meine, dass man Schwangerschaften verhüten kann wie auch bereits entstandenes Leben eben straffrei abtreiben darf. Nix mit ratio, simples Recht: Verhütung halt.

Nein, Empfängisverhütung ist rational.

Also Sex ohne Fortpflanzung ist auch nur Sex und eben keine Fortpflanzung.

Also ich finde deine Haltung hier unmöglich. Könntest du bitte wengistens so tun als würdest du mich ernst nehmen. Das wäre zumindest höflich. Aber mich hier in die Eso-emo-ecke zu zerren, nur weil du die ursache nicht hinterfragen willst, ist ziemlich frech:

Natürlich ist Empfängnisverhütung rational. Kindr bekommen ist eine rationale Willensetnscheidung. Da gibts nicht dran zu deuteln, und darum verstehe ich das Gewimmer hier nicht: Worum geht es wirklich?

Hast du Kinder, Riker?



Re: Fortpflanzungsverweigerung - Privatsache oder allgemeines Probem?

bevor ich darauf näher eingehe - könntest du mich aufklären was den "Eso-emo" sein soll ?
Kommt drauf an was du unter ernst nehmen verstehst. Ich setze mich mit dem was du schreibst auseinander. Ich diskutiere hier nicht mit dir um dich in aller Höflichkeit verlogen zu veräppeln. Ich nehme natürlich in einem Gewissen Sinne die ganze Welt incl. mich selber nicht mehr ernst - wenn du verstehst was ich damit meine...
nebenbei gefragst was findest du unmöglich und welche ursache will ich nicht hinterfragen ?

Daß du mich als frech bezeichnest fasse ich als Kompliment auf



don't worry be happy

Re: Fortpflanzungsverweigerung - Privatsache oder allgemeines Probem?

Nein, anders. Ich stelle eine These auf und du gehst darauf bitte ein. Mit Argumenten, in jedem Fall, voe allem aber, wenn du anderer Meinung bist. So läuft das.

Also, ich bin der Meinung, dass Fortpflanzung heutzutage eine reine Willensentscheidung ist. Mittels moderner kenntnisse über den menschlichen Organismus und auch wegen der medizinischen Fortschritte kann das Kinderzeugen auch beim GV verhindert werden. Es bedarf also a) eines Verzichts auf Verhütung, um überhaupt erstmal schwanger zu werden und b) darf auch straffrei abgetrieben werden, wenn es zu versehentlichen Schwangerschaften kommt.

Heute ein Kind zu zeugen und zu bekommen, ist eine reine Willensentscheidung.

Stimmst du dem zu?



Re: Fortpflanzungsverweigerung - Privatsache oder allgemeines Probem?

oh ho - das hab ich getan - liebe Isquierda - ! Nur hat dir das nicht gepasst und dann hast du mir den vorwurf präsentiert ich würde dich in irgendeine Ecke schieben wollen. Das war schlicht und einfach albern...
aber daran kannst du hervorragend erkennen, daß der Mensch und auch du nicht rational rein logisch funktioniert sondern oft emotional reagiert

Eine versehentliche Schwangerschaft - sprich Verkehrsunfall - gibt es nicht.


Also wenn eine Frau die Pille schluckt, verzichtet sie erst mal auf rein gar nichts. Die Pille zu schlucken ist kein asketischer Vorgang, der darauf basiert, irgendein Bedürfnis nicht befriedigen zu wollen. Der Bedeutungsinhalt "Verzicht" suggeriert hierbei einen Sachverhalt der gar nicht gegeben ist. Verzicht bedeutet sich etwas vorenthalten zu wollen, was man eigentlich gerne hätte aber nicht sich zugestehen will. Also Verzicht ist eine Art Opfer. Insofern könnte man nur von Verzicht reden, wenn die Frau zwar gerne Kinder hätte, aber aus "höheren" Gründen (z.B. medizinische Indikation) auf Kinder verzichtet.

Der Mensch ist darauf aus seine Bedürfnisse zu befriedigen. Das liegt in seiner Natur. Dem Menschen stehen heute mehr Möglichkeiten auf Grund seines Wissens zur Verfügung. Er kann in diesem Sinne wählen, wo er früher keine Wahl hatte. Das seine Wahl aber nicht rational ist sondern oft von Ängsten oder Sehnsüchten determiniert ist, ändert sich nicht dadurch, daß die Möglichkeiten mehr geworden sind. Die Pille zu nehmen stellt zwar noch keine besondere moralische Konfliktsituation dar, aber die Abtreibung sicherlich. Allein die Möglichkeit zur Abtreibung ist noch lange nicht als Recht im Sinne der Gesetzlichen Fassung vorhanden, die ja unsere Moral und Ethik repräsentiert und wenn du das nicht glaubst kannst du ja die Stellungnahmen des BVG zur Abtreibung nachlesen. Schon allein daher hast du damit nicht Recht, daß es das Recht auf Abtreibung gäbe.

Eine Frau die sich emotionslos zu einer Abtreibung entscheidet und durchzuziehen vermag muß schon emotional pathologisch verkümmert sein.



don't worry be happy

Re: Fortpflanzungsverweigerung - Privatsache oder allgemeines Probem?

Dann ist das Kopieren der bereits hinterlegten Passagen auch kein Problem. Nur zu. Eine gezielte Frage bedarf einer kompakten detailgetreuen Antwort.



Re: Fortpflanzungsverweigerung - Privatsache oder allgemeines Probem?

ich sag dir was isi - wenn du von mir ernst genommen werden willst, dann solltest du das Zickenfaktorprogramm deaktivieren.

schön - also was ist der Mensch Isi ?

ich erwarte von dir jetzt eine kompakte detailgetreue Anwort möglichst in einem Satz und falls die jetzt nicht kommt buche ich das von dir getätigte Postulat der "gezielten Frage..." auf die naivität eines nicht durchdachten Weltbildes ...



don't worry be happy

Re: Fortpflanzungsverweigerung - Privatsache oder allgemeines Probem?

Ich wiederhole meine These und erwarte eine sachliche Antwort:

Heute ein Kind zu zeugen und zu bekommen, ist eine reine Willensentscheidung.

Stimmst du mir zu? Oder nicht?



Re: Fortpflanzungsverweigerung - Privatsache oder allgemeines Probem?

Deine Schlußfolgerung auf Grund deiner Argumentation ist nicht stichhaltig noch intellektuell unterfüttert. Es handelt sich dabei nicht mal um eine These sondern um eine Provokation. Deiner Provokation kann ich natürlich im Sinne von Wahrheitsgehalt nicht zustimmen, was aber nicht die Frage in ihrer Komplexität als solches betrifft, sondern deren von dir vorgegaukelten Kontext. Mit anderen Worten. Deine von dir unterhaltene Provokation verhindert die sachliche Auseinandersetzung und damit gebe ich den schwarzen Peter an dich zurück



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