Ebbes Asyl - Gedichte und Texte, selbst verfasst .../... Kommentare erwünscht!

FRÜHLING, SOMMER, HERBST und WINTER

FRÜHLING, SOMMER, HERBST und WINTER

*

Der Frühling kommt,
die Herzen lachen,
es ist für die Menschen
ein frohes Erwachen.
Weit hallt der Frühlingsglocken Schall,
vereint die Völker überall,
auf allen Kontinenten.

Karona

PS: Diesen kleinen Text schrieb ich 1960,
da klangen noch die Friedensglocken


Ideale sind wie Sterne,
Man kann sie nicht erreichen,
Aber man kann sich an ihnen orientieren.

(Carl Schulz)

Re: FRÜHLINGs-Gedichte

 Februar-Rose

Die erste Rose dieses Jahr
schenkt ihren Duft, kaum wahrnehmbar,
entfaltet sich und zeigt bereit
ihr allerschönstes Sommerkleid.

Vom Frühling angestoßen sacht,
der flüsternd Kapriolen macht,
durch sehnsuchtsvollen Traum verwirrt
hat sie sich in der Zeit geirrt.

© Insu 



Re: FRÜHLINGs-Gedichte


die rose
nicht im sommer nur
auch jetzt ein wunder der natur



Re: FRÜHLINGs-Gedichte

*

Vor ein paar Tagen noch,
stand er,
ganz weiß,
mit stolz geschwellter Brust
und hat,
von seinem Schicksal ,
nichts gewusst.
Nun ist er nur noch
traurig an zu schaun.
Wer ihn jetzt sieht
der  glaubt es kaum,
wie viele Kinder
und Erwachsene
er erfreute,
doch wie es kommen musst,
wurd er der frühlingshaften
Sonnenstrahlen Beute.


Dafür
und auch schon wieder Grund
uns zu erbaun,
grüßen,
ganz zaghaft noch,
die Köpfchen aus dem Erdreich
gerade erst gereckt,
Schneeglöckchen
und ebenfalls so ganz in weiß,
als Frühlingsboten
uns allen nun zur Freud.

Karona


Ideale sind wie Sterne,
Man kann sie nicht erreichen,
Aber man kann sich an ihnen orientieren.

(Carl Schulz)

Re: FRÜHLINGs-Gedichte

heut nacht

Die Lunge voller Frühlingsluft
im Februar, - oh, welch ein Duft.
Ich atme tief ein, fühl' mich gut
und herrlich frei. Wie wohl das tut.
Ging ja am liebsten jetzt nochmal
hinaus. Die Nacht ist optimal
zum Wolkenfliegen und zum Träumen.
Der Wind rauscht zart nur in den Bäumen.
Und wo vorhin noch Ebbe war,
ist der Atlantik nun voll da
und schwabbt ganz leise an den Strand.
Dann nimmt ein Stern mich an der Hand
und sagt: "Ey Insu, geh !! ins !! Bett !!"
(Na, wie romantisch! - Ist das nett?)  

© Insu



Re: FRÜHLINGs-Gedichte

Noch ein Frühling

Sehe
wiederum
mit großen Augen
auf Kommendes
Noch ein Frühling
Leben rinnt
vorbei
und beginnt von Neuem
wie alles andere auch
Der Mandelbaum
gehüllt
in seinen weißen Prunk
lächelt
Über mich?
Mein Sinn
nimmt Duft wahr
die Veränderung
um mich
in mir
mit mir
jeden Frühling stärker
umfassender
intensiver
dieses Fühlen
mit der Natur
mit meiner Natur
meinem Frühling
der den Namen Herbst trägt
Oder umgekehrt
Noch ein Frühling?
Bin ich stark genug?

© Insu



Re: FRÜHLING, SOMMER, HERBST und WINTER

Frühlings-Raunen

Sonnenmärz und Frühlingsraunen,
Tulpen, Rosenknospenstaunen.
Friedlich und geschäftig schwatzen
all die Meisen, Amseln, Spatzen
hocherfreut am Futterplatz.
Singen. Piepsen. - Da, ein Platsch,
als ein Falke, kampfgestählt,
wie ein Blitz vom Himmel fällt.

Flügel schlagen, Vögel fliehen
in die Büsche, Federn stieben,
als der Falke aus dem Brunnen
einen Spatz, der dort gesungen
und gebadet auf dem Stein,
schnappt. - Ein wildes, schrilles Schrei'n.
Stille ... Und vom Spatzenglück
blieb nur ein Federchen zurück.

© Insu



Re: FRÜHLING, SOMMER, HERBST und WINTER

Jedes Jahr

Wieder blühen die Narzissen
und der Frühling möcht mich ... küssen.
Trotz der lauen Sonnentage
stellt sich jedes Jahr die Frage:
Auch für mich, für mich auf's Neue
diese zarte Himmelsbläue,
diese süßen Wohlgerüche,
Veilchen-, Hyazinthendüfte?

Jedes Jahr ist's doch das Gleiche
(das auch mir zum Glück gereiche?).
Langsam ist's für mich genug.
Leben ... - Alles nur Betrug?
Jedes Jahr ein Jahr noch älter.
Jedes Jahr ein Jährchen kälter.
Jedes Jahr reißt mich ein Stück
aus dem Da-Sein, aus dem Glück.

Bin ich längst aus diesem Leben,
wird's noch immer Frühling geben
(und er schert sich einen Dreck,
- bin ich weg).

© Insu 



Re: FRÜHLING, SOMMER, HERBST und WINTER

Mein Lenzgenuss

Einhundertsiebzehn Osterglocken,
die mich mit gelbem Eifer locken,
mich mitten dort hineinzusetzen,
- die hör' ich schwätzen ...

Und sie erzählen mir vom Lenzchen,
der sie verführte zu Spirenzchen,
zum Früherwachen und Agieren,
- mich zu verführen.

So sitz' ich heut in gelben Düften
vom kleinen Zeh bis zu den Hüften,
erfreu mich an den satten Farben,
die mich umwarben.

Ich lieb' sie so, die Osterglocken,
würd' gern mit ihnen laut frohlocken,
- doch lass' die Stille in mich fließen,
um zu genießen.
... Nur genießen! ...

© Insu



Re: FRÜHLING, SOMMER, HERBST und WINTER

 Pariser Frühling

Stadt der Liebe.  Menschenmassen.
Leben pulst in vollen Straßen,
wogt, treibt Frühlingsblütenschwaden
durch Alleen, duftbeladen.
Menschen eilen, schlendern, hetzen,
klagen, lachen. -  Wörterfetzen
schweben hoch in Wolkenhügel
wie zerzauste Engelsflügel,
fallen, um in Hirngebinden
wieder ihren Platz zu finden
und als sanfter Frühlingsregen
uns von Neuem zu begegnen.

Ganz egal, ob Sonne, Regen ...
Frühling in Paris heißt - LEBEN.   

© Insu