Ebbes Asyl - Gedichte und Texte, selbst verfasst .../... Kommentare erwünscht!

LUSTIGe + FRÖHLICHe Gedichte

LUSTIGe + FRÖHLICHe Gedichte

Verse?! Und schon laufen alle
- hoffe, auch in diesem Falle -,
um zu seh'n "was gibt's denn hier?".
Nur'n Gedicht, - statt Wein, statt Bier...

Tja, ich kann auch nicht versprechen,
Vers-Rekorde hier zu brechen;
denn der Um-stand "ich bin träg'!"
ist mein Zustand unentwegt.

Mein Ver-s-tand? Nee, hab ich keinen;
werde recht viel Unsinn reimen,
- und ich find' das wunderbar.
Hoffe, ihr kommt damit klar. ?

Will mich aber sehr bemühen,
notfalls Hand-stand, Kopf-stand üben;
Haxen zappeln, - Speck wird wabbeln,
Verse aus dem Hirne krabbeln.

© Insu

Alltag

Alltag

Neuer Topf und frische Erde,
dass mein Pflänzchen wachsen werde,
- stell's ins helle, lichte Bad,
nah' der Dusche, bück mich grad,
um die Seife aufzuheben,
gleite aus, verfehle eben
meine Pflanze - welch ein Glück -,
um ein klitzekleines Stück,
dafür knall ich mit dem Schopf
auf die Fliesen, oh, mein Kopf
muss die Zähn' zusammenbeißen,
richt' mich auf, bekomm das Reißen
links im Kreuz, die Seife rutscht
mir aus meinen Fingern, flutscht
aufs Regal zur Shampoonade,
worauf diese kippt und grade
mir ins rechte Auge fließt,
das sich brennend, weinend schließt,
und mein Pflänzchen voller Ruh
sieht mir still bei allem zu,
gibt mir Kraft mich aufzuraffen
und es grade noch zu schaffen,
diese Seife zu erwischen,
tief aus meinem Clo zu fischen;
Seifchen fliegt durchs Badezimmer,
ich verstauche mir zwei Finger,
kann am Duschvorhang, den Falten,
mich gerade mal so halten,
ehe dieser reißt und ratschend
droht, aufs Pflänzchen voll zu klatschen,
denn, um dieses zu bewahren,
kann mit Mut ich jetzt nicht sparen,
stürz mich, ohne Todeslust
- doch mit zunehmendem Frust -,
auf den Vorhang und die Seife,
woo-bei ich daneben greife,
und der teure Nachtcremetiegel
fliegt laut krachend in den Spiegel;
dabei, grinsend, voller Ruh
guckt die grüne Pflanze zu,
als ich brüll', - vor Wut und Weh
stampfe -, bricht mein kleiner Zeh,
und ich setze mich - OHJEH -
auf die Pflanze, - die Kaktee.  





Re: LUSTIGe Gedichte

Ein sauberer Mann...

MONTAGs in seiner Wanne
sitzt er mit Marianne;
DIENSTAGs mit Isabell,
die wäscht sich viel zu schnell;
MITTWOCHs kommt Sue zum Baden,
die kneift ihn in die Waden;
DONNERSTAGs ist Sabine dran,
seift ihm den Rücken dann und wann;
FREITAGs Christine, ohne Frust,
nimmt sich den Hals vor und die Brust;
SAMSTAGs, die Katrin, schrubbt ihm auch
auf Wunsch die Nase und den Bauch.
SONNTAGs kommt Detlef schnell vorbei,
- da bleibt die Badewanne frei.

© Insu



Re: LUSTIGe Gedichte

Der Überbiss


Gewiss, -
er liebte ihren Überbiss ... ...

Er träumte lange lange Zeiten
von ihrem Mund, dem überbreiten,
von ihren Zähnen, die da lauern,
um diese ihm fest einzuhauern.
Zudem, sie lispelte so lieb,
was ihn noch stärker zu ihr trieb.

Auch die Gestalt, krummbucklig schön,
war ohne Schreck nicht anzusehn.
Jaa, - nur, wenn es ihm richtig gräute,
bekam er sexy Gänsehäute.
Doch eines Tages gab's Verschliss.
Und Schuld war nur der Überbiss.

Sie biss beim Liebesspiel zu feste
und ... mordete das Allerbeste.

© Insu



Re: LUSTIGe Gedichte

Armer Teufel

Der Teufel stieg durchs Abflussrohr
aus Höllenglut empor - und schwor,
bald einen andern Weg zu nehmen,
als sich durch Stink und Matsch zu quälen.

Ein Maulwurf-Loch in grüner Wiese;
dort kam der Teufel hoch auf diese, -
doch zufällig stand dort das Lieschen,
die Kuh, und übte Fladenschießen.

Der Teufel wollt durch einen Gulli,
aber daneben parkt ... ein Muli,
dies hob - auch Zufall - grad den Schwanz
und -pflatsch!- bedeckt den Teufel ganz.

Der Teufel dachte hin und her
und meint: So komm ich halt durchs Meer;
- grad da entsorgt ein großer Flieger
nen braunen Kloß - auf seine Glieder.

So taucht er schnellstens wieder unter;
erst in der Hölle wird er munter,
der arme Teufel, - faucht, tobt, brüllt,
die Welt hätt ihn mit "Sch-mach" umhüllt.

Das nahm den Teufel wirklich mit,
- im wahrsten Sinne: - Soo ein Shit!

© Insu



Re: LUSTIGe Gedichte

Aufstieg

Aus dunklem Grab hinausgeschwemmt
wird ein Gebiss, das keiner kennt,
bei starkem Regenhagelguss -
und bringt drei Wesen Beißgenuss:
Dem Leichengräber, seiner Frau
und ihrem zahnlosen Wauwau.
Jedoch der Hund verliert alsbald
die Zähne in dem nahen Wald.
Dort findet ein Spazierengänger
das Teil. - Doch der Hartz-4-Empfänger
vergisst's beim Bittgesuch im Amte,
worauf der Arbeitsamtbeamte
die Hackerchen nach Hause nimmt;
weiiil mit der Krankenkasse stimmt
schon lange nichts mehr, wie es soll.
Auch Oma, Opa sind ganz toll
verrückt nach diesem schönen Stück.
Es wird verlieh'n ..., - kommt nie zurück;
denn der Portier vom Grand-Hotel
ist ein Filou, deer wittert schnell
das lukrativste Mietgeschäft:
"Rent a Gebiss!". - Das läuft nicht schlecht.
Ein millionenschwerer Kauz
steigt ab in diesem noblen Haus,
sieht das Gebiss am Bändchen baumeln ...
Es lacht ihn an und scheint zu raunen:
"Komm, stiehl mich, damit sparst du Kosten.
Und pflegst du mich, werd' ich niiie rosten."
Herr Millionär benutzt die Zähnchen
- gut passend zu den blonden Strähnchen -
zusammen nun mit seiner Frau.
Sie passen Beiden ganz genau.

"Gebiss, du hast es weit gebracht;
von unt' nach oben - über Nacht!"

                             
   
© Insu 



Re: LUSTIGe Gedichte

"Das 'Hohe Lied' der Nacht

Oft wackelt's ganze Zimmer,
so schnarcht sie - immer, immer!
Sobald ein Mensch den Raum betritt,
- mit einem Schlag ist's still. Verrückt.
Sie atmet leise, ängstlich?, weiter;
alleine fühlt' sie sich befreiter.
Dann ...  sägt sie gleich erneut drauflos;
da fragst du dich, wie schafft sie's bloß?
Wenn sie nicht bald ein Stündchen stad
und leise ohne Schnarch sein mag,
drückst ihr den Mund zu und die Nasen;
- dann muss sie durch die Ohren blasen."

© Insu



Re: LUSTIGe Gedichte

Das Feuerwerk

Frau Nachbarin braucht eine Kur;
der Doktor meint "Rizinus pur",
weil, wo der Kaiser geht zu Fuß,
sie gaaar nicht kann, wenn sie mal muss,
was Bauchschmerz bringt - und auch Verdruss.
Zur Apotheke läuft ihr Mann,
da sie - mit Leibweh - dies nicht kann.

Dort wird sogleich er aufgeklärt,
wie man mit Rizinus verfährt:
"Drei Tropfen täglich sind genug!
Wenn's dann im Bäuchlein glucksen tut,
gehts Ihrer Frau bald wieder gut."

Ein kleines Fläschchen Aquavit
nimmt sich Herr Nachbar auch noch mit
und setzt am Heimweg sich sogleich
aufs Bänklein beim Forellenteich.
"Die Frau kann warten", denkt er nu',
genießt die Sonne voller Ruh
und schließt dabei die Augen zu.

Die Hand in seiner Hosentasch',
spürt er die kleine kühle Flasch',
erinnert sich an den Genuss,
den diese bringen kann und muss.
Verschmitzt entkorkt er den Verschluss.

Das Zeug schmeckt wirklich teuflisch gut.
So kippt er zügig Schluck für Schluck.
Das Flascherl, leer, fliegt in den Teich.
Und schon wird unser Nachbar bleich;
- in seinem Bauch rumort's und druckt's...
Schnell greift er in die Tasch' der Bux:
Ein Flascherl Aquavit! - Er stutzt.

Doch lange wundert er sich nicht.
Der Schmerz verzieht ihm sein Gesicht.
Als es im Bauch laut donnernd kracht,
guckt's Fischlein aus dem Teich und lacht
und denkt sich: "Na, dann gute Nacht...!"

Die Polizei sucht Stund' um Stund'
nach dem Herr Nachbar. - Ohne Fund.
Der sitzt im dichtesten Gesträuch
sehr lang noch beim Forellenteich.
Sein Feuerwerk erhellt die Nacht
und hat dem Dorf viel Freud gebracht.
(Gemein ist, wer nun grinst, - gar lacht.)

© Insu



Re: LUSTIGe Gedichte

*

Im Oktober war’s, in Hamburg,
zu nem CT,-
am Montag warn wir schon allein,
da fragte mich dat Insu- lein:
"Wat hältste denn vom Kohle machen?"
"Die Reeperbahn fällt mir da ein!"

So stand ich dann in Sturm und Regen,
manchmal gab’s och Sonnenschein,
schaut jungen Männern und auch alten,
verwegen in das Antlitz rein.

Sie blieben oftmals lachend stehen,
ich dachte mir dat gibt es nicht.
Doch einer sagte mir dann mutig,
für Omis ist dat hier wohl nix.

*

Karona





Ideale sind wie Sterne,
Man kann sie nicht erreichen,
Aber man kann sich an ihnen orientieren.

(Carl Schulz)

Re: LUSTIGe Gedichte

Grübchen hier ...

Hab ein Grübchen am Knie!
Und ich frage mich "Wie
kommt dies Grübchen da hin?".
Manche haben's am Kinn,
manche links, rechts vom Mund
- frohe Laune tut's kund -.
Duu trägst deine (Oho!)
süßen Grübchen am Po..
Ob ich auch welche hab'?
Bitte, sieh doch mal nach!

Doch mein Grübchen am Knie
ist so reizend wie nie-
mals ein Grübchen zuvor.
Nicht mal das hinter'm Ohr
kann damit konkurrier'n.
Also werd' ich probier'n
(ohne mich zu genier'n),
es zu fotofrafier'n,
schick' an Playboy es ein -
und geh als Kniegrübchenmodel in die Geschichte ein.

© Insu 



Re: LUSTIGe Gedichte

Grübchen da ...

Deine Grübchen am Po,
die ich find' so "OHO!",
geh'n mir nicht aus dem Sinn,
- denke her, denke hin ...

Mann -
wie komm ich daa 'ran?

Würd' sie gern mal berühr'n
und sie streichelnd verführ'n,
dass sie lächeln für mich
wie ein Clown-Angesicht.

Mannnn -
jetzt schleich ich mich an!

Und dann heb' ich dezent
und sehr sachte dein Hemd,
werd' mich tätschelnd getrau'n,
deine Grübchen zu schau'n!

Mann-Oh-Mann,
... Mann ... OOOHHH, Mann ...

© Insu